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Der Umwelt zuliebe

Weniger Verpackungsmüll beim Einkaufen

Sie werden immer größer: die Mengen an Verpackungsmüll, die nach einem Einkauf in der gelben Tonne landen. Inzwischen gibt es in Hamburg immer mehr Läden – wie zum Beispiel „Stückgut“ in Ottensen und auf St. Pauli oder „Bio.lose“ in Eimsbüttel – die sich dem verpackungslosen Einkauf verschrieben haben. Ob Reis und Nudeln, Obst und Gemüse oder Wasch- und Reinigungsmittel – die Kunden bringen ihre eigenen Beutel, Dosen oder Flaschen mit oder die Erzeugnisse werden gleich in Mehrwegbehältern angeboten.

Fleisch und Wurst verpackungsfrei einkaufen – so geht’s bei uns

Darüber, inwieweit es zulässig und hygienisch einwandfrei ist, so sensible Produkte wie Fleisch, Wurst oder Feinkostsalate in vom Kunden mitgebrachten Gefäßen zu verkaufen, gibt es noch keine eindeutigen Vorgaben. Manche Unternehmen orientieren sich an einem Kompromiss, die mitgebrachten Behältnisse nur auf der Theke und nicht hinter dem Tresen zu befüllen. „Das ist wenig praktikabel“, sagt Jasmin Möding, „deshalb haben wir uns, in Abstimmung mit den Lebensmittel-Aufsichtsbehörden, für ein Pfandsystem mit hochwertigen Lock & Lock Frischhaltedosen entschieden, mit dem wir und unsere Kunden auf jeden Fall auf der sicheren Seite sind“:

  • Die Pfanddosen aus Kunststoff gibt es in drei verschiedenen Größen, sodass wir nicht nur für Aufschnitt und Feinkostsalate die passende Größe anbieten können, sondern auch für Würstchen, Gulasch, Karbonaden oder Hackfleisch.
  • Beim nächsten Einkauf wird die Dose einfach gegen eine frische Box getauscht.
  • In Absprache mit dem Veterinäramt werden die benutzten Boxen von uns in einer Industrie-Spülmaschine gereinigt und können dann hygienisch einwandfrei erneut ausgegeben werden.

Pfanddosen werden gut angenommen

Nach der durchweg positiven Resonanz seitens der Kundschaft seit der Einführung des Pfandboxen-Systems, ist sich Jasmin Möding sicher, dass sich dadurch zukünftig eine Menge an Papier, Plastiktüten und Einwegbehältern einsparen lassen. „In einer Fleischerei wie unserer wird man zwar nie vollständig auf Verpackungsmaterialien verzichten können“, sagt die 38-jährige, „aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um etwas gegen die ausufernden Verpackungs-Müllberge zu tun.

Übrigens: Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt solche Pfandsysteme. „Je öfter die Dosen verwendet werden, desto ökologischer wird es“, so Sonia Grimminger, Umweltchemikerin beim UBA. Zudem sei die industrielle Reinigung der Boxen in den Unternehmen hygienischer und weitaus wassersparender als beim Abwasch zuhause.