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Süßes, sonst gibt‘s Saures!

Halloween – es darf gefeiert werden

Für die älteren Semester ist es nur wieder so ein obskurer, aus den USA herübergeschwappter Brauch. Für Kids, Teens und mittlerweile auch immer mehr Erwachsene ist Halloween dagegen ein willkommener Anlass zum Feiern. Halloweenpartys werden inzwischen auch in Hamburg gefeiert und natürlich ziehen die Kinder am Abend des 31. Oktober auch hier von Haus zu Haus, um mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ einiges an Süßigkeiten einzuheimsen.

Der Abend vor Allerheiligen

Anders als viele meinen, kommt der Halloween-Brauch aus Irland und gelangte erst mit irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Halloween christliche Wurzeln hat und nicht wie ursprünglich angenommen auf einen keltischen Erntedank-Brauch zurückgeht. So soll aus „All Hallows‘ Eve“ – Abend vor Allerheiligen – im Laufe der Zeit Halloween geworden sein. In den USA kam aber tatsächlich die Sitte auf, dass verkleidete Kinder von Haus zu ziehen und auch der Kürbis kam hier erstmals ins Spiel.

Kürbissuppe: ein Muss an Halloween

„Ghost Rider“ und Muskatkürbis gelten als Klassiker zum Schnitzen der typischen Gruseldeko. Der Hokkaidokürbis ist dagegen dafür völlig ungeeignet. Aber in der Küche ist er ein echtes Multitalent und eine leckere Kürbissuppe sollte auf keiner Halloweenparty fehlen. Laura Durst vom DieFeinschmecker Catering hat uns ihr Lieblingsrezept verraten:

Zutaten für 4 Personen:

  • 5   kleine Hokkaidokürbisse à ca. 500 g
  • 8 EL  Öl
  • 1/2 TL  gemahlener Zimt
  • 2 TL  Edelsüß-Paprika
  • Salz/Pfeffer
  • 100 g  Baguette-Brot
  • 250 g  Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2–3   Knoblauchzehen
  • 200 g  vorgegarte vakuumierte Maronen (Esskastanien)
  • 1 TL  Zucker + etwas zum Abschmecken
  • 1,3 l  Gemüsebrühe
  • frische Lorbeerblätter
  • 1–2 EL  Balsamico Essig
  • Backpapier

Und so geht’s:

Kürbisse waschen und einen der  Kürbise vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln. Von den übrigen Kürbissen einen Deckel abschneiden, entkernen und alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zimt und Paprikapulver mit 6 EL Öl verrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und das Kürbisinnere damit einstreichen. Im vorgeheizten Backofen (175°/Umluft 150°) auf der unteren Schiene 30 bis 45 Minuten backen (Stäbchenprobe, ob das Fruchtfleisch gar ist). Das Baguette in Scheiben schneiden und ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit aufs Backrost legen und über die Kürbisse schieben.

In der Zwischenzeit Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch schälen, Kartoffeln waschen und alles in Würfel schneiden. In einem Topf 2 EL Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten und die Maronen zufügen und andünsten. Mit dem Zucker bestäuben, Kartoffeln und Kürbisfleisch dazu geben und kurz andünsten. Mit Pfeffer und Salz würzen, Lorbeer zugeben und mit Brühe ablöschen. Alles aufkochen und zugedeckt 25 bis 30 Minuten garen lassen. Anschließend mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Pfeffer, Salz, Essig und Zucker abschmecken. Die Suppe in den Kürbissen anrichten, mit Paprikapulver bestäuben und das geröstete Brot dazu reichen.

Würstchenmumien und Wurmburger

„Nicht nur kleine Partygäste freuen sich über Snacks mit Gruselfaktor“,  weiß Laura Durst. So braucht man für Würstchenmumien acht Schinkenwürste und ein 400-g-Paket Pizzateig aus dem Kühlregal. Die Würstchen werden quer halbiert und der Teig in 32 etwa einen Zentimeter breite Streifen geschnitten. Ofen vorheizen (200°/Umluft 175°), Backblech mit Backpapier auslegen und je zwei Teigstreifen um eine Würstchenhälfte wickeln (an einem Ende Platz für Augen und Gesicht lassen, die am Ende aus Senf und Ketchup mit einem Holzspießchen aufgetupft werden) und 12 bis 15 Minuten im heißen Ofen backen.

Für sechs Wurmburger  brauchen Sie sechs bis acht Bockwürstchen oder kleine Wiener, die der Länge nach halbiert und in Streifen geschnitten werden. Mit Öl in der Pfanne anbraten, etwas Barbecuesauce dazugeben und so lange braten, bis sich die „Würmer“ kringeln. Zwischen zwei Hamburgerbrötchenhälften geben und nach Belieben mit Ketchup, Mayo und Senf sowie Salat, Gurken- und Tomatenscheiben anrichten.

Und nicht vergessen: Auch wenn Sie keine Lust auf Halloween haben, sollten Sie am kommenden Dienstag reichlich Süßes im Hause haben, denn andernfalls könnte es „Saures“ geben!