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Martinsgans: So knusprig und lecker!

Erster Höhepunkt der neuen Gänsesaison

In der Vorweihnachtszeit zählt ein knuspriger Gänsebraten zu den beliebtesten Gerichten der Deutschen. Vom 11. November, dem Martinstag, bis Weihnachten kommen rund zehn Millionen Gänse in den Handel. Statistisch gesehen verzehrt jeder Bundesbürger 400 Gramm Gänsefleisch im Jahr. Nicht wirklich viel, umso mehr lohnt es, dass Sie beim Einkauf auf Qualität achten.

Martinsgans kaufen

Eine Drei-Kilo-Gans reicht für etwa vier Personen, von fünf Kilo werden fünf bis acht Personen satt. Wenn Sie eine wirklich gute Martinsgans auf den Tisch bringen wollen, kaufen Sie sie frisch: Am besten direkt beim Bauern, in einem Geflügel-Fachgeschäft oder beim Fleischer. Sie müssen zwar ein paar Euros mehr anlegen als für Tiefkühlgeflügel, dafür erfahren sie hier, woher die Tiere stammen, wie sie gehalten und gefüttert wurden – und das schmeckt man! So stammt die „Oldenburger Martinsgans“, die Sie aktuell in den Fachgeschäften von DieFeinschmecker erhalten, aus regionaler Freiland-Aufzucht. Die Tiere wurden ausgewogen ernährt und auf die Fütterung von Antibiotika und Nahrungsergänzungsmitteln wurde gänzlich verzichtet. Bestellungen für Ihre Martinsgans nehmen wir übrigens noch bis zum 7. November 2017, 10:00 Uhr, in allen unseren Filialen entgegen.

Warum am Martinstag Gänse gegessen werden

Das traditionelle Martinsgansessen ist auch in Norddeutschland weit verbreitet. Insbesondere, wenn der 11. November auf ein Wochenende fällt. Doch woher kommt dieser Brauch, ausgerechnet am Martinstag einen Gänsebraten aufzutischen?  Historiker haben dafür gleich drei mögliche Erklärungen:

  • Der Legende nach spielten Gänse in der St. Martins-Geschichte eine wichtige Rolle. Weil der beliebte Geistliche von der Bevölkerung dazu gedrängt wurde, Bischof von Tours zu werden, versteckte sich der bescheidene Mann in einem Stall, um der Weihe zum Bischof zu entgehen. Doch weil ihn das laute Geschnatter der Gänse verriet, musste er das Amt schließlich doch annehmen. Weil ihm das Federvieh so übel mitgespielt hatte, ließ St. Martin sie zur Strafe braten.
  • Eine andere Erklärung steht im Zusammenhang mit der Lehnspflicht. Anfang November mussten die Bauern bei ihren Lehnsherrn die Pacht begleichen. Häufig wurde mit Gänsen bezahlt, weil diese beim Adel sehr beliebt waren. Nicht nur, weil sie einen guten Festbraten abgaben, sondern auch weil man aus ihren Federn Schreibgeräte und aus ihren weichen Daunen wunderbar warme Bettdecken herstellen konnte.

Aber auch mit der Fastenzeit vor Weihnachten wird der Brauch begründet. Sie beginnt am Martinstag, wo noch einmal eine Gans gegessen wird, und endet an Weihnachten, wo auch heute noch in vielen Familien wieder eine Gans auf den Tisch kommt.