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Jetzt wird’s richtig lecker

Buß- und Bettag beginnt die Grünkohl-Saison

Traditionell beginnt die Grünkohl-Saison in Hamburg am Buß- und Bettag und spätestens nach der ersten Frostnacht ist das Kultgemüse auch bei Gemüsehändlern oder auf dem Wochenmarkt wieder frisch erhältlich. Kenner wissen, dass der Grünkohl erst durch den Frost seine Bitterstoffe verliert und seine leichte Süße erhält.

Das gehört in Hamburg dazu

In Hamburg heißt das auch als Friesenpalme oder Braunkohl  bekannte Gemüse ganz einfach Grünkohl und wird mit ordentlich Schmalz angesetzt. Feldfrischer Grünkohl ist in Ein-Kilo-Beuteln erhältlich. Da er aber beim Garen ähnlich stark zusammenfällt wie Spinat, dürfen es gerne auch zwei Beutel sein – schließlich schmeckt Grünkohl aufgewärmt am zweiten Tag noch besser. Natürlich gibt es in unseren Fachgeschäften jetzt alles, was zu einem deftigen Grünkohlessen dazugehört: Griebenschmalz, goldgelb geräucherter Kassler Nacken, Kochwurst und Schweinebacke. Dazu werden Bratkartoffeln oder kleine Drillinge gereicht, die Sie in der Pfanne mit etwas Zucker goldbraun karamellisieren lassen können. Nicht zu vergessen: scharfer Senf für Backe und Kochwurst sowie ein klarer Schnaps als „Verteiler“ hinterher!

Gesund, regional und lecker

Mit seinen hohen Anteilen an Kalzium, Magnesium, Folsäure sowie den Vitaminen B, E und C ist Grünkohl auch richtig gesund. Zudem enthält das Wintergemüse von allen Kohlarten den höchsten Anteil an Kohlenhydraten und Eiweiß. Mit 37 kcal pro 100 Gramm ist Grünkohl zwar sehr kalorienarm, doch mit allem Drum und Dran kann es eine Portion schon auf 1.000 Kalorien bringen – aber dafür isst man sich ja auch nicht so häufig an Grünkohl richtig satt.

Hamburger Grünkohl mit Kassler und Kochwurst

Laura Durst vom DieFeinschmecker Catering hat uns ihr Lieblingsrezept verraten. Für sechs Personen benötigen Sie:

1 kg Grünkohl
10 g Griebenschmalz
1 Zwiebel
2 TL Senf
Salz
1/8 l Brühe
1 kg Kassler Nacken

500 g  geräucherte Schweinebacke
6 Kochwürste
1 kg Drillinge/Kartoffeln
20 g Butterschmalz
Salz
2 EL Zucker

Und so geht’s

Grünkohl waschen, von den groben Strunken abzupfen und etwa 10 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Das Kochwasser abgießen, den Kohl kalt abschrecken und abtropfen lassen. So stellen Sie sicher, dass keine Bitterstoffe im Kohl verbleiben. Nun wird das Schmalz in einem Topf ausgelassen und die fein gehackte Zwiebel darin glasig angebraten. Den Kohl grob hacken, dazu zugeben, kurz mit anschmoren, die Brühe zugießen und mit Salz und Senf würzen. Schweinebacke darauflegen und etwa eine Stunde köcheln lassen, dann die Kochwürste dazugeben und weitere 30 Minuten garen lassen. Am leckersten schmeckt Grünkohl am zweiten Tag, so bekommt er ein tolles Aroma. Also am besten am nächsten Tag nochmals erhitzen, den Kassler Nacken zugeben und eine halbe Stunde garen lassen. Inzwischen Drillinge kochen, abkühlen lassen und pellen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die ganzen Kartoffeln darin kross braten und salzen. Zum Schluss wird der Zucker zugeben und bei milder Hitze karamellisiert. Damit nichts anbrennt, die Pfanne immer mal wieder schütteln.

Übrigens: Unser Mittagstisch hat in den Wintermonaten immer mal wieder Grünkohl auf der Karte.

Foto: fotolia-exclusive-design